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Planung

Der stille Fehler, der ein Event ruiniert: Attraktionen für alle Gäste gestalten

Der stille Fehler, der ein Event ruiniert: Attraktionen für alle Gäste gestalten

Sie können ein hervorragendes Catering und gute Attraktionen haben. Es genügt jedoch, dass ein Gast auf eine Barriere stößt, die niemand bemerkt hat. Eine Stufe vor der Fotobox. Knöpfe, die zu hoch hängen. Musik, der man nicht entkommen kann. So ein Gast fühlt sich übergangen, und das Budget für das Teamevent verfehlt seinen Zweck. Eine solche Geschichte kann auch in den sozialen Medien landen.

Barrierefreiheit und Inklusion sind heute keine Frage der Höflichkeit. In vielen Unternehmen sind sie Teil der Diversity- und Gleichbehandlungspolitik. Sie gehören auch zu einer professionellen Umsetzung und zum Risikomanagement. Wer das Thema übergeht, kann dem Ruf seines Kunden schaden.

Wenn „Event für alle“ nur ein Slogan ist

Ein Event nur aus der Perspektive voll mobiler Menschen zu planen, ist eine Falle. Auf dem Plan sieht alles gut aus, vor Ort tauchen dann drei konkrete Risiken auf:

  • Ziel der Veranstaltung. Das Event sollte verbinden, doch es spaltet. Ein Teil der Gäste steht am Rand. Das Ziel wird nicht erreicht.
  • Arbeitgebermarke. Unzufriedenheit der Teilnehmenden erreicht schnell die Geschäftsführung und trübt den Eindruck der gesamten Veranstaltung. Meinungen über Arbeitgeber landen leicht im Netz, zum Beispiel auf LinkedIn.
  • Image. Ein Bericht über ein nicht barrierefreies Event kann sich im Internet verbreiten. Dann bröckelt das Bild eines offenen Unternehmens ganz schnell.

Drei Bereiche, die Sie prüfen sollten

Statt an „besondere Bedürfnisse“ zu denken, setzen Sie auf universelles Design. Sie planen von Anfang an alles so, dass möglichst viele Menschen es nutzen können. Unten finden Sie eine Checkliste.

Raum und Bewegung

  • Zugang zum Saal. Prüfen Sie, ob es überall Rampen gibt und nicht nur Treppen. Die Wege zwischen Tischen und Attraktionen sollten breiter als 90 cm sein. Boden und Teppiche müssen stabil sein und dürfen das Fahren mit dem Rollstuhl nicht erschweren.
  • Zugang zu den Attraktionen. Fragen Sie den Anbieter direkt: Lässt sich die Plattform der 360°-Fotobox ebenerdig befahren, oder muss man eine Stufe hinauf? Sind die Knöpfe an der interaktiven Wand für eine sitzende Person erreichbar? Lässt sich die VR-Station für eine Person im Rollstuhl anpassen?
  • Beschilderung. Wegweiser sollten groß, gut lesbar und auf passender Höhe angebracht sein. Verwenden Sie kontrastreiche Farben.

Ton, Licht und Reize

  • Reizintensität. Vermeiden Sie plötzliche, laute Geräusche und Stroboskoplicht. Sie können zum Beispiel für Menschen im Autismus-Spektrum oder mit Epilepsie ein Problem sein.
  • Ruhezone. Es lohnt sich, eine einzuplanen. Am besten als separaten, klar gekennzeichneten Raum und nicht als Ecke im Ballsaal. Darin: bequeme Sitzgelegenheiten, gedimmtes Licht, Wasser und Ruhe.

Tipp

Planen Sie einen ruhigen Einstieg, zum Beispiel die erste Stunde des Events mit leiserer Musik und sanftem Licht. Schreiben Sie das in die Einladung. So sehen die Gäste sofort, dass Sie an alle gedacht haben.

Kommunikation und freiwillige Teilnahme

  • Klare Anleitungen. Spielregeln sollten kurz, einfach und mit Icons unterstützt sein. Schicken Sie die Agenda vorab, damit die Teilnehmenden wissen, was sie erwartet.
  • Teilnahme nach Wahl. Eine Attraktion soll eine Einladung sein, keine Pflicht. Formate, die auf gemeinsamem Gestalten beruhen, etwa ein Fotomosaik, sind freundlicher als ein öffentlicher Wettbewerb auf der Bühne.

Attraktionen, die jeder nutzen kann

  • Digitale Graffiti-Wand. Sie bietet Raum für Kreativität ohne physische Barrieren. Die Bedienung ist intuitiv und erfordert weder Kraft noch präzise Bewegungen.
  • Interaktive Tische und Böden. Jeder spielt nach seinen eigenen Bedingungen. Man muss nicht an einer Stelle stehen, und an einer Station können mehrere Personen gleichzeitig spielen – unabhängig von ihrer Mobilität.
  • FotoMozaika live. Es genügt, ein Foto zu machen. Jeder kann mitmachen, und das fertige Bild ist ein gemeinsames Werk des ganzen Teams.
  • Workshops, die die Sinne ansprechen, zum Beispiel Parfum kreieren. Sie beruhen auf Geruch und Tastsinn, nicht nur auf Sehen und Hören. Deshalb können sie auch für blinde und sehbehinderte Menschen eine gute Wahl sein.

Ein Team, das weiß, wie es helfen kann

Ein gut gestalteter Raum reicht nicht, wenn das Personal nicht vorbereitet ist. Machen Sie vor dem Event ein Briefing für das Team. Zeigen Sie, wie man über Menschen spricht und dabei die Person vor die Behinderung stellt („Person im Rollstuhl“ statt „der Behinderte“). Vermitteln Sie, wie man diskret und respektvoll Hilfe anbietet, bevor jemand darum bitten muss.

Barrierefreiheit zeigt die Qualität der Umsetzung

Ein inklusives Event ist nicht schwieriger. Es ist einfach besser durchdacht. Der Kunde sieht, dass Sie sich um seine Marke und um alle Teilnehmenden kümmern, und das Risiko einer Panne sinkt. Unternehmen sprechen immer häufiger über Offenheit, und ein Event zeigt schnell, ob konkrete Entscheidungen dahinterstehen.

Fragen Sie bei der Auswahl von Partnern und Anbietern nach Barrierefreiheit. Die Antworten verraten viel darüber, wie sie arbeiten.

Gestalten wir ein Event, das alle Gäste nutzen können

Beschreiben Sie den Ort, die Gästezahl und die Attraktionen, die Sie in Betracht ziehen. Wir helfen Ihnen zu prüfen, wo Barrieren entstehen können, und wählen Lösungen, die jeder nutzen kann. Schreiben Sie uns.

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