Meist fehlt es nicht an Ideen, sondern am richtigen Ausgangspunkt. Wenn Sie eine Attraktion wählen, weil sie modern aussieht, und nicht, weil sie das Ziel des Events unterstützt, enden Sie mit einer Warteschlange, gelangweilten Gästen oder dem Eindruck „War nett, aber wozu?“. Im Folgenden zeigen wir einen einfachen Weg, Attraktionen nach der Wirkung auszuwählen, die im Team und in den Köpfen der Teilnehmenden bleiben soll.
Beginnen Sie mit dem Ziel, nicht mit der Attraktion
Dieselbe Attraktion kann völlig unterschiedliche Ergebnisse bringen. Es hängt davon ab, wann und wie Sie sie einsetzen. Beginnen Sie deshalb mit einem Satz: Was soll sich nach dem Event verändert haben? Wählen Sie dann die Mechanik, die diese Veränderung auslöst.
Das Ziel ist Teambuilding? Dann brauchen Sie ein gemeinsames Erlebnis. Das Ziel sind Leads? Dann brauchen Sie einen Mechanismus, der zu einem Gespräch und zum nächsten Schritt führt. Das Ziel ist Networking? Dann brauchen Sie einen Anlass zum Ansprechen – nicht noch eine Zone zum Herumstehen.
Formulieren Sie das Ziel so, dass es sich nach dem Event überprüfen lässt. Nicht „Es soll schön sein“, sondern zum Beispiel: Menschen aus verschiedenen Abteilungen sollen einen Grund zum Reden haben. Oder: Die Gäste sollen in der Pausenzone bleiben, statt sich in ihre Handys zu flüchten. Mit einem konkreten Ziel lassen sich Format, Dauer und Platz im Saal leichter wählen.
Der zweite Punkt ist die Zielgruppe. Für eine Konferenz mit großer Fluktuation in den Pausen wählen Sie anders als für ein kleines Teamevent. Auf der Konferenz gewinnen Tempo und Einfachheit. Beim Teamevent können Sie auf ein längeres Erlebnis setzen, weil die Menschen Zeit haben, sich darauf einzulassen.
Veranstaltungsziel und Mechanik der Attraktion
- Teambuilding: eine Aktivität, bei der Menschen etwas gemeinsam tun und danach etwas zu erzählen haben.
- Networking: einfache Stationen für 2–4 Minuten mit niedriger Einstiegshürde.
- Leads: eine Mechanik, die Neugier in einen Kontakt verwandelt und einen Anlass für ein Gespräch mit dem Vertrieb bietet.
- Employer Branding: ein Erlebnis, das Menschen zeigen wollen, weil es gut aussieht und sich in einem Satz beschreiben lässt.
Betrachten Sie Attraktionen als Werkzeuge. Manche fördern Zusammenarbeit, andere Neugier. Wieder andere sind einfach ein guter Zwischenpunkt, der den Menschen ein Gesprächsthema gibt. Einen vollständigen Überblick finden Sie im Katalog der Event-Attraktionen. Nutzen Sie ihn wie eine Speisekarte, aus der Sie passend zum Ziel wählen.
Ein einfacher Test: Was tut der Teilnehmende in den ersten 10 Sekunden? Ist die Antwort unklar, ist die Einstiegshürde zu hoch. Und bei einer hohen Hürde wird die Attraktion zu etwas zum Anschauen statt zum Mitmachen.
Drei Fallstricke, die selbst eine gute Idee verderben
- Zu hohe Einstiegshürde. Wenn man lange erklären muss, winken die meisten ab.
- Engpass. Eine einzige Station für eine große Gruppe bedeutet Warteschlange und Frust.
- Kein Platz im Ablauf. Eine Attraktion ohne Rolle im Zeitplan läuft neben dem Event her statt in seinem Rhythmus.
Oft kommt eine vierte Falle hinzu: die Auswahl nach dem Geschmack des Veranstalters statt der Gäste. Es ist normal, dass Sie etwas Neues wollen. Die Teilnehmenden beurteilen jedoch zwei einfache Dinge: Ist das etwas für mich, und weiß ich, was ich tun soll? Wählen Sie im Zweifel deshalb die einfachere Lösung.
Denken Sie auch an das Umfeld der Attraktion. Manchmal ist nicht die Aktivität selbst das Problem. Es fehlt Platz daneben, die Warteschlange ist unübersichtlich, oder die Station steht dort, wo niemand vorbeikommt. Eine Attraktion, die niemand sieht, arbeitet nicht für das Ziel.
So treffen Sie die Entscheidung in 20 Minuten
Nehmen Sie ein Blatt Papier und beantworten Sie vier Fragen. Was ist das Ziel? Wie viele Personen? Wie viel Zeit haben Sie realistisch für die Attraktion? Wo im Saal wird am meisten los sein? Mit diesen Antworten wird die Wahl deutlich einfacher, und das Risiko einer Enttäuschung sinkt.
Legen Sie dann fest, ob die Attraktion ein kurzer Zwischenpunkt oder ein starker Programmpunkt sein soll. Davon hängt ab, ob Sie einen Animateur brauchen oder eine einfache Betreuung genügt. Und ob Sie besser auf Rotation oder auf ein längeres Erlebnis setzen.
Die Regel ist einfach: weniger Zufall, mehr Passung zum Ablauf. Dann ist die Attraktion kein Extra mehr, sondern arbeitet für das Ergebnis. Und eine solche Ausgabe lässt sich vor Kunden, Vorgesetzten oder der Finanzabteilung leichter vertreten.
Was Sie vor dem Gespräch mit dem Anbieter vorbereiten sollten
Erstellen Sie ein kurzes Briefing in fünf Punkten. Es muss nicht lang sein, aber konkret. So passt das Angebot zu den realen Bedingungen und nicht zu einem Wunschszenario.
- Ziel: Teambuilding, Networking, Leads, Image.
- Personenzahl: wie viele Personen die Attraktion pro Stunde realistisch nutzen sollen.
- Zeitplan: wann die Menschen Zeit für die Attraktion haben.
- Raum: wo am meisten los ist und wie viel Platz Sie haben.
- Technik: Strom, Zufahrt, Regeln der Location.
Mit einem solchen Briefing ist das Gespräch schnell und konkret, und die Entscheidung weniger riskant.
Wählen wir die Attraktion für Ihr Ziel und Ihren Saal
Beschreiben Sie das Eventformat, die Personenzahl und die Wirkung, die Ihnen wichtig ist. Schreiben Sie uns, und wir melden uns mit einem Vorschlag, der zu Ihrem Ablauf passt.



