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Spielshows

Fragen für die Firmen-Spielshow: Das Team verbinden statt spalten

Fragen für die Firmen-Spielshow: Das Team verbinden statt spalten

Stellen Sie sich das Finale eines Firmenevents vor. Auf der Bühne stehen der Geschäftsführer und ein Praktikant, der seit einem Monat im Unternehmen ist. Der Moderator liest die Frage vor: „Wie viele Tonnen Stahl hat unser Werk im Jahr 2005 verbraucht?“ Der Geschäftsführer schweigt. Der Praktikant starrt auf den Boden. Im Saal wird es still – und das ist keine gute Stille.

Eine einzige Frage genügt, damit eine Spielshow spaltet statt verbindet. Ein schlechtes Fragenset drückt Menschen in ihre Stühle. Es gibt ihnen das Gefühl, dumm zu sein. Und es kann Gräben, Grüppchen und Hierarchien an die Oberfläche bringen, über die im Alltag niemand spricht.

Aus unserer Praxis wissen wir eines: Ob eine Spielshow gelingt, entscheiden nicht Licht oder Bühnenbild. Es entscheiden die Fragen.

Eine Firmen-Spielshow dient nicht dazu, Wissen abzufragen. Sie soll dafür sorgen, dass der Saal gemeinsam lacht und niemand Angst hat, falsch zu antworten. Im Folgenden beschreiben wir, wie man solche Fragen zusammenstellt.

Verbindung ist wichtiger als Wissensglanz

Der häufigste Fehler von Veranstaltern: die Spielshow wie eine Prüfung zu behandeln. Wenn die Fragen schwierig oder fachspezifisch sind, spielt eine Person, die „alles weiß“. Der Rest des Teams steht daneben und wartet, bis es vorbei ist.

Wenn nach einer Frage die Mehrheit im Saal keine Ahnung hat, worum es geht, hat sich das Team gerade gespalten. Prüfungsatmosphäre fördert weder Spaß noch Zusammenhalt.

Vier Fragetypen, die funktionieren

Am besten funktioniert eine Mischung. Unterschiedliche Fragetypen halten das Tempo hoch und geben Menschen mit unterschiedlichem Wissen und unterschiedlicher Betriebszugehörigkeit eine Chance.

1. Fragen über das Unternehmen, die niemanden ausschließen

Jeder Kunde möchte Fragen über sein Unternehmen. Das ist eine gute Idee, aber hier passiert leicht ein Fauxpas.

  • Schlechte Frage: „Wie hoch war der Umsatz des Unternehmens im zweiten Quartal 2019?“ Das wissen nur Geschäftsführung und Finanzabteilung. Alle anderen fühlen sich uninformiert.
  • Schlechte Frage: „Wer aus der IT-Abteilung hat rote Katzen?“ Das ist ein Insiderwitz. Er amüsiert fünf Personen und lässt fünfzig – vor allem neue Kollegen – außen vor.
  • Gute Frage im Stil des Millionärs-Quiz: „Was nervt uns laut Büro-Umfrage in der Küche am meisten?“ A) Keine Milch für den Kaffee B) Schon wieder eine schmutzige Tasse in der Spüle C) Die kaputte Kaffeemaschine D) Verschwindendes Essen aus dem Kühlschrank. Die Frage ist leicht und betrifft alle. Niemand kennt die richtige Antwort, also raten alle nach denselben Regeln.
  • Gute Wahr-oder-falsch-Frage: „Wahr oder falsch: Das erste Logo unseres Unternehmens entstand auf einer Serviette.“ Firmengeschichte als Anekdote erzählt. Die Trefferchance liegt bei fünfzig zu fünfzig, also raten die Leute gern mit.

2. Popkultur als gemeinsamer Nenner

Wenn das Team in Alter, Betriebszugehörigkeit und Interessen sehr gemischt ist, suchen Sie nach dem, was alle kennen. Popkultur und gemeinsame Erinnerungen funktionieren hier am besten.

  • Musikfragen. Das sicherste Format und das mit der meisten Energie. Das Intro eines Hits aus den 80ern, 90ern oder 2000ern zu erkennen erfordert kein Wissen, nur Erinnerung. Darauf beruht unsere Spielshow Erkennen Sie die Melodie?. Der Finanzvorstand und der Junior-Entwickler reagieren genau gleich auf die ersten Takte von AC/DC.
  • Filme und Serien. Kultzitate (etwa aus der polnischen Kultkomödie „Kiler-ów 2-óch“), Figuren aus beliebten Serien, zum Beispiel aus „The Office“, oder das Erkennen von Filmszenen.
  • Leichtes Allgemeinwissen. „Das Logo welcher Automarke zeigt drei Ellipsen?“ oder „Vervollständigen Sie einen bekannten Werbeslogan“.

3. Umfragefragen – die Stärke des Familien-Duells

Unser Lieblingstyp, wenn es um Teambuilding geht. In diesem Format gibt es keine falschen Antworten. Nur weniger beliebte. Eine Spielshow im Stil des Familien-Duells fragt nicht nach Fakten, sondern nach Meinungen und Assoziationen. Vor dem Event können wir unter Ihren Mitarbeitenden eine anonyme Umfrage durchführen.

Beispielfragen für die Umfrage:

  • „Was machen Sie, wenn der Chef nicht hinschaut?“
  • „Die häufigste Ausrede, um nicht zu einem Meeting zu gehen?“
  • „Das Beste am Homeoffice ist …?“
  • „Wo im Büro versteckt man sich am besten, um in Ruhe zu arbeiten?“

Auf dem Event raten die Teams keine Fakten. Sie raten, was die Kollegen geantwortet haben. Der Saal lacht über die eigenen Gewohnheiten und kleinen Bürosünden. Kaum ein Format verbindet so schnell.

4. Fragen, die HR- und Marketingziele transportieren

Sie möchten, dass sich die Mitarbeitenden die neuen Unternehmenswerte oder die Arbeitsschutzregeln merken? Machen Sie statt eines Vortrags ein Spiel daraus. Die Thematische Olympiade oder das Millionärs-Quiz ermöglichen eine Spielshow, die komplett auf Ihren Materialien beruht – leichter vermittelt als in einer Schulung.

Statt einer Folie „Unsere 4 Werte sind: Innovation, Team, Kunde, Mut“ stellen Sie eine Frage im Stil des Millionärs-Quiz: „Welcher unserer Werte steht für die Bereitschaft, Fehler zu machen und daraus zu lernen?“ A) Innovation B) Team C) Mut D) Kunde.

Das Team muss nachdenken und kurz diskutieren. Der Moderator erklärt in zehn Sekunden, was dieser Wert in der Praxis bedeutet. Die Information bleibt im Kopf, weil sie Teil des Spiels war.

Tipp für HR und Vertrieb

Eine Spielshow eignet sich auch gut für Onboarding und Schulungen. Statt eines Produktwissenstests machen Sie eine Produkt-Olympiade. Statt eines Arbeitsschutztests ein Millionärs-Quiz zum Arbeitsschutz. Menschen lernen lieber im Spiel als im Test.

Wie Sie das Publikum an den Tischen einbinden

Konzentrieren Sie sich nicht nur auf die zehn Personen auf der Bühne. Die Fragen müssen auch für diejenigen funktionieren, die an den Tischen sitzen.

  • Stille Beteiligung. Bei Fragen aus dem Allgemeinwissen, wie bei Erkennen Sie die Melodie?, beginnen die Menschen an den Tischen von selbst zu summen und zu raten.
  • Gruppenbeteiligung. Beim Familien-Duell berät sich das Team auf der Bühne oft mit dem Publikum, und das Publikum ruft lautstark Tipps.
  • Beteiligung, die in den Regeln steckt. Beim Millionärs-Quiz gibt es den Publikumsjoker. Dann spielt der ganze Saal mit und fühlt sich für den Kollegen auf der Bühne verantwortlich.

Wie Sie das Format passend zu Ziel und Fragen wählen

Es gibt nicht die eine beste Spielshow. Das Format wählt man nach dem Ziel und nach den Fragen, die man stellen möchte.

  • Ziel: Energie, Eisbrechen, Verbindung verschiedener Generationen. Format: Erkennen Sie die Melodie?. Fragen: Song-Intros. Einfach, emotional, stressfrei.
  • Ziel: viel Lachen und sich besser kennenlernen. Format: Familien-Duell. Fragen: Umfragefragen, leicht, basierend auf einer Mitarbeiterumfrage.
  • Ziel: Spektakel, die Spannung des heißen Stuhls, Wissen über das Unternehmen vermitteln. Format: Millionärs-Quiz. Fragen: geschlossen mit A, B, C, D. Verbinden gut Allgemeinwissen mit Fragen zum Unternehmen.
  • Ziel: fairer Wettbewerb und Test des Allgemeinwissens. Format: 1 aus 10. Fragen: kurz, faktenbasiert, aus verschiedenen Bereichen. Es braucht einen Moderator, der das Tempo hält.
  • Ziel: volle Personalisierung, Schulung, Onboarding, Produkteinführung. Format: Thematische Olympiade. Fragen: komplett auf Basis Ihrer Materialien.

Fünf Themen, die Sie besser nicht anrühren

Bevor Sie die Fragenliste abschicken, prüfen Sie sie auf Sicherheit. Verzichten Sie auf Fragen zu:

  • Politik, Religion und Weltanschauung. Selbstverständlich, aber eine Erinnerung lohnt sich. Nichts verdirbt die Stimmung schneller.
  • Privatleben der Mitarbeitenden. „Wer aus Abteilung X hat kürzlich geheiratet?“, „Wie viele Kinder hat die Direktorin?“ Das greift in die Privatsphäre ein und ist schlicht unangenehm.
  • Gehälter und Finanzen. „Welche Abteilung hat den größten Gewinn gebracht?“, „Wie hoch ist der Quartalsbonus?“ Ein Thema, mit dem man leicht jemanden verletzt.
  • Insiderwitze. Wenn die Mehrheit im Saal die Frage nicht versteht, ist die Frage schlecht. Sie schafft innere Zirkel statt gemeinsamen Spaß.
  • Fachwissen, wenn es nicht das Ziel ist. Komplexe IT-Prozesse oder juristische Feinheiten. Ein Teamevent ist kein Kompetenztest.

Die Fragen sind das Drehbuch des Teambuildings

Licht, Buzzer und Musik schaffen Atmosphäre. Aber die Fragen entscheiden, ob eine Spielshow Menschen verbindet oder trennt.

Gute Fragen verwandeln Wettbewerb in Spaß. Schlechte erzeugen Stress und Peinlichkeit. Wenn Sie ein Unternehmen für die Organisation einer Spielshow auswählen, fragen Sie nicht nur nach der Bühne. Fragen Sie, wie es Ihnen hilft, Fragen zusammenzustellen, die das Team verbinden. Für uns ist das der wichtigste Teil der Arbeit.

Sprechen wir über die Fragen für Ihre Spielshow

Wir liefern nicht nur das Equipment. Wir helfen Ihnen, das Format zu wählen – vom lockeren Familien-Duell bis zur Thematischen Olympiade auf Basis Ihrer Materialien – und die Fragen auf Ihr Team zuzuschneiden. Schreiben Sie uns, wie viele Personen im Saal sein werden und welche Stimmung Sie sich wünschen.

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